Deutsche Börse
Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main hat die Kernfunktion der Entwicklung und des Betriebs von Plattformen, Abwicklungssystemen und Teilnehmernetzwerken für verschiedene Börsen. Sie ist der Knotenpunkt des Aktienhandels in Deutschland. Außerdem ist sie Träger der Frankfurter Wertpapierbörse, eine öffentlich rechtliche Einrichtung, an der sie als AG selber gelistet ist. Die Deutsche Börse AG ist zudem im DAX gelistet, dem wichtigsten deutschen Aktienindex, in dem die 30 umsatzstärksten Aktienunternehmen aus Deutschland eingetragen sind. Der DAX wiederum ist eine eingetragene Marke und gehört als Produkt der Deutsche Börse AG.
Die Deutsche Börse AG wurde 1993 aus der Frankfurter Wertpapierbörse AG gegründet. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro. Nur ca. 5% der Aktien der Deutschen Börse AG werden von dem Unternehmen besessen, 90% sind in Streubesitz. Der Sitz der Deutschen Börse AG befindet sich mittlerweile nicht mehr in der Frankfurter Innenstadt, sondern im nahe gelegenen Eschborn. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem bekannten Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse, der sich in Frankfurt befindet und aus den Medien wohlbekannt ist.
Die Deutsche Börse AG betreibt die elektronische Handelsplattform Xetra und ist 50-prozentige Eigentümerin der Terminbörse Eurex. Außerdem ist sie Eigentümerin von Clearstream, einem Wertpapierabwickler, der in die Abwicklung, Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren spezialisiert ist. Auch stellt die Deutsche Börse AG über Tochterunternehmen Computer und Netzwerke bereit bzw. entwickelt Software für Kunden. Ein weiterer Geschäftszweig der Deutschen Börse AG ist die Analyse von Wertpapierkursen und die Bereitstellung aller möglichen Informationsprodukte (Market Data & Analytics).
